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Finanzierung Hauptgrund für das Scheitern

Die Finanzierung von Unternehmensübernahmen


Das liebe Geld, die Finanzierung ist nach der Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) das Hauptproblem beim Generationswechsel und der Hauptgrund für das Scheitern von Unternehmensübergaben. In 75 % der Fälle eines Inhaberwechsels braucht der Nachfolger Kapital; für den Kauf zum einen aber auch für nötige Folgeinvestitionen in Modernisierung, Erweiterung, Kundengewinnung.


Jeder dritte befragte Nachfolger, bei den externen Nachfolgern sogar jeder zweite, hat Schwierigkeiten damit, genug finanzielle Mittel für eine Übernahme aufzubringen. Wie die Studie zeigt, ist es besonders schwierig für Firmen einer Problembrache und für Firmen, die selbst wirtschaftliche Probleme haben, genügend Finanzmittel für eine Übernahme aufzubringen. Dazu kommen dann oft noch problematische Verhandlungen mit dem Übergeber, z.B. Streitigkeiten bei der Vertragsgestaltung. Ein weiteres wichtiges Charakteristikum des „Generationswechsels“ in der deutschen Wirtschaft ist das massive Auftreten von ungeplantem Kapitalbedarf. Das heißt im Klartext, das wichtige Kostenposten erst nach der Übernahme als notwendig erkannt werden. In immerhin 40 % der untersuchten Fälle trat wenigstens zum Teil ungeplanter Kapitalbedarf auf. Ursache dafür sind laut Studie vor allem Planungsfehler bei der Übernahme, die schwierige Wirtschaftslage und die Besicherung von Krediten. Ungeplanter Kapitalbedarf ist natürlich ein großes Risiko für eine erfolgreiche Weiterführung des laufenden Betriebes. Die wichtigsten Finanzierungsquellen für Nachfolger sind Eigenmittel und Bankdarlehen. 60 % der Unternehmer bekommen Hilfe von externen Geldgebern. Meist sind dies Banken. Die Verhandlungen mit den Geldgebern bereiten den Nachfolgern große Sorgen. Banken haben bekanntlich in den letzten Jahren ihre Kreditvergabepraxis grundlegend geändert. Dies hat sich jedoch - wie die Untersuchung zeigt - nicht dahingehend ausgewirkt, dass sie sich aus der Finanzierung von Übernahmen im Mittelstand zurückgezogen haben. Für 2 von 3 befragten Nachfolgern ist die Hausbank ein kooperativer Partner. Die Untersuchung zeigt aber auch, das Verhalten der Hausbank und Finanzierungsprobleme eng zusammenhängen. 30 % der Nachfolger mit Finanzierungsproblemen gaben an, dass ihre Hausbank nicht kooperativ war. 1/3 der Übernehmer finanziert mit Hilfe von Fördermitteln. Insgesamt bewertet die Studie das Wissen um Fördermöglichkeiten jedoch als mangelhaft. So nutzen 50 % der Befragten Fördergelder nicht, weil sie nichts von dieser Möglichkeit wissen. Beteiligungskapital spielt bei der Finanzierung kaum eine Rolle. Dies nicht etwa, weil diese Finanzierungsform unbekannt wäre, sondern v.a. weil Nachfolger das Einräumenmüssen von Mitspracherechten scheuen.

 

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